SG ASC/VfV Spandau vs. HBFR-Pankow 29:29
Spielbericht
Was ist schon dabei, ein Lustgegner im Aufstiegskampf. Da kann man schonmal entspannt auf die Platte, locker in die Halbzeit trotten und schließlich den Sieg kosten. Pustekuchen.Zuerst Rückstand, dann Ausgleich, dann zwei vorn, dann Ausgleich, dann zwo zurück und wieder Ausgleich, als ob es nichts anderes gäbe. Schließlich, bei 13 Toren auf Augenhöhe haben wir die letzten Minuten drei weitere kassiert, um mit 16:13 in die Halbzeit zu "trotten?". Es war eher ein Schleichen.Einzelkritik für die erste Halbzeit: gibs nicht.Resümee: die Ballgier war nicht ausgeprägt, die Abwehrhaltung schludderig und nicht aggressiv genug, Abschlussschwäche, Pech im Zuspiel, der Schiri natürlich, die Gegner, der Ball, die Temperatur, etc.In der Kabine wieder aufgepusht, verhielt sich die Mannschaft wie Gorillas, denen man Muschiwasser ins Gesicht gesprüht hat - ein Zustand der uns zwei rote Karten über die nächste Viertelstunde eingebracht hat. Verdient? Wohl kaum, aber es wäre mühselig über den Schiri zu streiten, der hatte Fehlentscheidungen, jedoch hat auch eine gewisse Disziplin in unseren Reihen gefehlt. Wer meckert, fliegt.Wir blieben konstant am Ball, ohne den Gegner aus den Augen zu verlieren, immer jedoch den Ausgleich gut abwenden könnend - Bis in die letzte Minute. 29:29 Unentschieden. Mit einem Wahnsinns Flug hat Dennis "Lopi" Lopens die Bude in letzter Sekunde dicht gemacht und war generell in der zweiten Halbzeit der best aussehendste Gorilla unter uns. Er hielt, was er versprach.Einzelkritik der zweiten Halbzeit: erspare ich uns.Resümee: wir mussten kämpfen, weil uns nichts anderes übrig blieb. Wir hätten es einfacher haben können, wollten aber nicht.Was wollten wir denn eigentlich, ach ja, Siegen. Woran lag es? Die schnelle, und dadurch in unseren Köpfen nicht vollzogene 5-1 auf 4-2 Deckung? Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, dass wir können aber nicht wollen? Und wer will, der kann nicht? Bevor wir große Töne vom Berge schallen lassen, ...Für die Statistikfans:In 60 Minuten Spielzeit ist es uns gelungen 22 Minuten in Unterzahl zu spielen!Torschützenkönig des Tages: Joachim "Jockel" Fünfgelt mit 14 von 29 Treffern. (Vor einem 52Jährigen mit 11 von 29 Treffern auf der Gegenseite).