Berlin und Handball - Die Handballfreunde Pankow

Handballfreunde Pankow 01 e.V.

SV BUCKOW - HBFR PANKOW 01 21 - 21

32%

32%

32% aller Österreicher sind Single. Das Windows 10 Upgrade bleibt oft bei 32% hängen. Nur 32% der Deutschen putzen die Zähne richtig. Das sind aber nicht die 32%, die den Islam für unvereinbar mit dem Grundgesetz halten. Letztere gehören eher zu den 32% besorgter Vollpfosten, die täglich mit ihrer Mutter telefonieren. 32% der Amerikaner bewerteten Trump vor der US-Wahl als gut qualifiziert für das Präsidenten Amt. Die Handballfreunde hatten beim Auswärtsspiel in Buckow eine Trefferquote von 32%. Und das bei so dermaßen klaren Chancen, dass es immer noch weh tut. Wer sich also etwas eingehender mit 32% befasst, muss feststellen, dass man mit 32% keinen Blumentopf gewinnt. Man ist Single mit lustigem Akzent, ärgert sich über den Computer, bekommt Karies, hat vor lauter Besorgnis nicht mehr alle Latten am Zaun, dafür Mama am Telefon, man bekommt Trump als Präsi und verliert einen Punkt in Buckow. 

An sich ist das Spiel schnell erzählt. Unsere Abwehr stand gut und auch Comebacker Tille im Kasten hatte einen guten Tag. 21 Gegentore sind auch wirklich verkraftbar, zumal viele 7m dabei waren. Aus der guten Abwehr ergaben sich einige Möglichkeiten im Umschaltspiel, die wir leider zu zaghaft ausgespielt haben. Das muss besser werden. Das Positionsspiel im Angriff war ok, nicht besonders schön anzuschauen, aber ok. Wir haben viele gute Chancen herausgespielt. Wirklich schlecht war aber die Trefferquote. 32%! Und das nicht bei Verzweiflungswürfen aus Bedrängnis. Nein, glockenfreie Dinger von jeder Position! Es war im Grunde auch egal, welchen Spieler wir auf welche Position gestellt haben. Die Trefferquote blieb das ganze Spiel unterirdisch. Waren es überhaupt 32%? Natürlich müssen wir dem gegenerischen Torwart ein Kompliment machen. Er hat richtig gut gehalten. Trotzdem müssen diese klaren Chancen genutzt werden, egal wie gut der Torwart drauf ist. Insofern müssen wir uns an die eigene Nase fassen und über den einen Punkt sogar froh sein. Am Ende wurde es nämlich richtig eng und Buckow hätte mit der Schlusssirene fast den Siegtreffer gelandet. 21:21 Endergebnis.

Jetzt müssen wir aber auch mal ein Tabu brechen. An sich schreiben wir hier nicht über die Leistung der Unparteiischen. Unparteiische zu kritisieren, ist meist unfair und lenkt nur von den eigenen Fehlern ab. Bei diesem Spiel in Buckow waren aber keine Unparteiischen anwesend. Stattdessen hat Buckow einen der ihren als Schiedsrichter vorgeschlagen. Unser Trainer Sven hat sich zudem bereit erklärt, als zweiter Schiedsrichter einzuspringen. Solche Situationen sind immer blöd. Es ist auch klar, dass man die eigene Mannschaft ein bißchen bevorteilt - vielleicht bei einem Schritt hier und da mal ein Auge zu drückt, eine Zeitstrafe weniger gibt, etc. Das wäre ja ok gewesen. Aber was der Kollege aus Buckow da abgezogen hat, war unter aller Sau. Auch Sven konnte da als zweiter Schiri nichts machen. So macht Handball keinen Spaß. Wir kamen uns jedenfalls bei aller Selbstkritik ziemlich verarscht vor. So können wir anderen Teams in Berlin nur raten, in Buckow keine Heimschiedsrichter zu akzeptieren, wenn der Verband keine stellt. Und den Buckowern können wir nur raten, diesen Typen in seiner Eckkneipe sitzen zu lassen. Da ist er besser aufgehoben als in einer Handballhalle. Mit fairen Mitteln macht Abstiegskampf mehr Spaß. Und sie sollten ihrem Torwart einen ausgeben. Der hat das Unentschieden verdient.

Wir werden diesen Ausflug nach Buckow so schnell wie möglich abhaken und mindestens 32% an Leistung und Trefferquote draufpacken, um gegen OSF ein gutes Spiel zu machen. Nächsten Samstag um 16.30 Uhr geht es in der Schmeling Halle los. Hoffentlich schickt der Verband diesmal zwei Unparteiische vorbei.




(Anhang der Redaktion: Auf dem Bild - Janusz Korczak - Namensgeber der Trainingshallen jeweils in Pankow und Buckow)








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