Berlin und Handball - Die Handballfreunde Pankow

Handballfreunde Pankow 01 e.V.

BFC PREUßEN II - HBFR PANKOW 30 - 26

Wat warn dette?

Wat warn dette?

Nischt wars. Jarnischt. Dabei waren die Vorzeichen gar nicht mal soo scheiße. Zwar war unser Kader stark ausgedünnt: Jonas, Jockel, Niklas und Lars konnten nicht spielen. Aber immerhin: was uns als Alternativen auf der Platte fehlte, konnte wir durch Expertise am Spielfeldrand ausgleichen und hatten mehr Coaches als Auswechselspieler auf der Bank sitzen. Einzelbetreuung auf der Bank war also garantiert. Außerdem konnten wir als frisch gebackener Tabellenerster ins Spiel gehen, weil die ersten drei Spiele von Rudow II nicht mehr gewertet werden. Warum auch immer. Sorry Rudow. Blöd sowas. Und nicht zu vergessen: wir hatten gute Erinnerungen an Spiele gegen BFC II, schließlich hatten wir gegen sie unser bestes Spiel in der letzten Saison. Handball des Jahres war das. Also alles in allem: mittelgute Vorzeichen vor dem Spiel. Alles war möglich, wenn die Anwesenden eine gute Leistung bringen.

Was wir dann aber in der ersten Halbzeit aufführten, war ein Trauerspiel des Jahres. Aggressive Abwehr? Hä? Körpersprache? Hä? Übergeben, übernehmen? Wen? Aushelfen? Hä? Schnelles Umschalten nach vorne? Hä? Geduldiges Positionsspiel? Schonmal gehört? Sichere Abschlüsse? Wat? Kampf annehmen? Hä? Gegenseitig motivieren? Ey! Hirn einschalten? Wo? Gute Ideen von der Bank? Hä? Nix, aber auch gar nix hat in der ersten Halbzeit funktioniert. 

Wir waren technisch unsicher und haben so ziemlich jeden Zweikampf verloren. Zudem hatten wir keine Körperspannung und wirkten verschlafen. Daraus folgt dann, dass jeder Abpraller und jede 50:50 Situation für BFC ausging. Wenn wir mal im Angriff eine gute Situation hatten, trafen wir das Tor nicht. Wenn Conner an einem Ball dran war, kullerte er doch rein. Wenn wir nicht kämpfen, dann ist auch klar, dass wir kein Glück erwarten brauchen. Da war es schon erstaunlich, dass es nach knapp 20 Minuten erst 7:4 für BFC stand. Das lag daran, dass BFC auch nicht gut ins Spiel kam. Das änderte sich aber nach 20 Minuten. BFC wurde besser und führte uns vor. 16:6 stand es zur Halbzeit. Wir waren damit noch gut bedient.

Also: zur Halbzeit mit 10 Toren hinten, scheiße gespielt und wenige Alternativen. Was macht man da? Hier muss man den Jungs ein Kompliment machen. Denn sie haben nicht die Köpfe hängen lassen, sie haben das Spiel nicht abgeschenkt und sie haben sich nicht abschießen lassen. Sie haben in der zweiten Halbzeit den Kampf angenommen und alles gegeben, um wenigstens nochmal eine gute Halbzeit zu spielen. Kompliment!

Die zweite Halbzeit fing ausgeglichen an, taktische Änderungen griffen, wir waren viel wacher und aktiver, während BFC einen Gang zurück schaltete. So konnten wir uns Tor um Tor heran kämpfen. 10 Minuten vor Schluss waren es noch 5 Tore und wir waren in doppelter Überzahl. Und dann? Wir lassen den Halblinken mit einfachem Bauerntrick mitten durch die Abwehr spazieren. Egal, wieder auf 5 Tore gestellt, kein Gegentor bekommen und dann? Konter verworfen. Egal, weiter 5 Tore gehalten, wieder Ball erobert und dann? Technischer Fehler: Ball übergeben. Egal, wieder 5 Tore gehalten...so ging es leider weiter. In den entscheidenden Situationen ist uns leider immer irgendein Fehler eingefallen, den man mal einstreuen kann. 10 Tore in einer Halbzeit holt man aber nur auf, wenn man die Big Points macht. Endstand: 30:26. 

Neben der Einstellung in der zweiten Halbzeit muss man noch positiv erwähnen, dass die Stimmung in der Kabine nach dem Spiel richtig schlecht war. Die Jungs finden Niederlagen also richtig scheiße. Das ist ein gutes Zeichen.








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