Berlin und Handball - Die Handballfreunde Pankow

Handballfreunde Pankow 01 e.V.

SG NARVA II - HBFR PANKOW I 24 - 28

Schattenseite, ein Déjà-vu, die Neuen und Taxifahrer


Handball ist ein geiler Sport. Tempo, Spannung, Trickwürfe, Taktik, Teamgeist, Spielzüge, und so weiter und so weiter. Und wie es sich für einen geilen Sport gehört, hat er auch eine Schattenseite. Verletzungen passieren leider. Gegen Narva hat es in der ersten Halbzeit uns und in der zweiten Halbzeit Narva erwischt. Und beide Male sorgte für die Verletzung für einen Bruch im Spiel. In der ersten Halbzeit knickte Jockel mit dem Knie um. Wir hoffen, dass die Kreuzbänder ok sind, es sieht aber nur mittelgut aus. Jedenfalls war unser Spiel danach noch langsamer und unsicherer als bis dahin und so konnte sich Narva mit 5 Toren zur Halbzeit absetzen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns von dem Schock erholt und spielten besser. Quasi "Jetzt erst recht Effekt". Dann verletzte sich der Mittelmann von Narva übel am Knöchel. Gute Besserung! Narva erholte sich von dem Schock nicht mehr und wir gewannen das Spiel mit 4 Toren. Was für ein scheiß Sport!

Abgesehen von den Verletzungen kam uns der Spielverlauf ziemlich bekannt vor. Jedenfalls aus Sicht von Narva. Die Jungs aus Friedrichshain haben sehr gut begonnen und uns mit ihrer offensiven Abwehr große Probleme bereitet. Dadurch konnte sie viele Konter laufen und verdient mit einer 16:11 Führung in die Kabine gehen. In der zweiten Halbzeit war es aber gleich ein anderes Spiel. Wir haben unsere schnellen Hasen Tim, Basti und Max verstärkt eingesetzt und kamen so mit der offensiven Deckung viel besser zurecht. Ein schneller Antritt ist also doch manchmal hilfreich. So kam Narva nicht mehr zu Gegenstößen und musste selbst ständig in den Positionsangriff. Dabei fiel ihnen nicht viel mehr ein als Sperre mit Absetzen, was wir gut im Griff hatten (nur 8 Narva Tore in HZ 2) und somit selbst viele Gegenstöße laufen konnten. Am Ende war es eine klare Sache für uns, 24:28. Diesen Spielverlauf haben wir selbst in der vergangenen Saison vor allem in der Hinrunde sehr oft erlebt. Nur eben anders herum.

Kommen wir zu den Neuen: Lasse, Max und Tim. Alle drei waren in der zweiten Halbzeit sehr wichtig. Lasse hat sich vor allem als Abwehrtier und Kampfschwein hervorgetan. Das ist natürlich erfreulich für jemanden, der bei unter 10°C mit langer Unterhose ins Training kommt. Max, unser Bayern-Import, hat sowohl gezeigt, dass man nicht jeden Wurf von Linksaußen nehmen muss, als auch dass Stimmung und Emotion auf dem Feld ziemlich wichtig sind. Vor allem bei Aufholjagden. Irgendwann verstehen wir vielleicht auch, was er während des Spiels so brüllt. Und Tim, ja Tim, der ist sowieso krass. Handballer des Jahres eben. Es sieht komisch aus, was er macht. Aber am Ende kommt er halt durch und stellt so eine offensive Abwehr ziemlich vor Probleme. Zusammenfassend kann man sagen, dass die drei Neuen uns in der zweiten Halbzeit den Arsch gerettet haben. 

Kommen wir nochmal zu den Verletzten. So eine Verletzung im Spiel ist ja schon schlimm genug. Es tut weh, man kann nicht weiter spielen, muss zusehen, kann erstmal nicht richtig laufen, nicht trainieren usw. Zu allem Überfluß muss man noch zum Orthopäden. Das ist mal eine spezielle Berufsgruppe. Nicht zu fassen. Würde sich noch irgendjemand auf die Straße trauen, wenn Taxifahrer ihren Job genauso machen würden wie Orthopäden? Man müsste 5 Stunden auf ein Taxi warten und mit einem arroganten Taxifahrer fahren, der weder zuhört noch hinsieht und einen bestimmt in der Röntgenstraße rauslässt und dann sagt: "Es ist nichts gebrochen. Und wenn sie hier nicht richtig sind und es nicht besser wird, dann rufen sie in drei Tagen nochmal an. Dann fahre ich sie direkt zur OP."   








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