Berlin und Handball - Die Handballfreunde Pankow

Handballfreunde Pankow 01 e.V.

SG NARVA BERLIN II - HBFR PANKOW I 23 - 23

Tatort Palisadenstraße

Nach der langen Osterpause war endlich wieder Handball-Krimi-Zeit. Wir Handballfreunde waren darauf bestens vorbereitet. Alle Ostereier waren gefunden, alle Pisten abgefahren und auch alle Kisten und Sofas waren in den 4. Stock getragen. Nur die spielerische Leichtigkeit und das Selbstvertrauen aus den starken Rückrundenspielen hat der Osterhase wohl mitgehen lassen.

Positiv betrachtet war damit die Voraussetzung für einen spannenden Handballkrimi gegeben. Aber klar: ein guter Krimi ist noch lange kein gutes Handballspiel. Für Handballästheten war dieses Spiel also nix, für Krimi-Fans war es ein Genuss.

Zusammengefasst ging es in diesem 60-minütigen Spannungsmeisterwerk nur darum, welcher Pankower Handballfreund mit der Schlusssirene den Ausgleich wirft. Wer kam dafür in Frage? Wer war der Täter?

Engtanz Anklamm? Der schleichende Neffe? Wackel-Opi? Der schicke Jonas? Nullwinkel Yannic? Flying Les Paul? Kurz Tief Niklas? Zahnklempner Krzizek? Der königsblaue Jäkel? Kamikaze Conner? Braumeister Till? Wo kommst Du nochmal her???-Kris?

Der Kreis der Verdächtigen war groß, wurde aber durch die geleakten „Pankow Papers“ deutlich eingeengt. Darin enthalten waren die Namen von 5 Pankower Spielern, die den Hals einfach nicht voll genug kriegen können und mittels Briefkastentoren in Übersee ihr Torekonto immer wieder aufbessern. Zu diesen 5 skrupellosen Toremachern gehören Janosch, Jockel, Yannic, Jonas und Basti.

Janosch hat für den Tatzeitpunkt ein wasserdichtes Alibi. Gebeutelt von einer Grippe reichte seine Kraft gerade mal für einen Konter. Danach setzte er sich wieder auf die Bank, von wo aus er die Tat beobachtete. Janosch schied also als Täter aus.

Realistisch betrachtet schied auch Jockel als Täter aus. Denn der Tathergang war durch Schnelligkeit gekennzeichnet. 3 Sekunden auf der Uhr, langer Pass von Conner, der quasi als Kempa gefangen und verwertet wurde, Tor, Sirene, Jubel. Mal ehrlich: dafür schied Jockel als Täter sowas von aus. Er stand irgendwo in der eigenen Hälfte rum.

Yannic hätte die Schnelligkeit für die Tat gehabt, die Coolness sowieso. Conner spielte den Ball aber auf unsere linke Angriffsseite, womit auch Yannic nicht als Täter in Frage kam. Er stand rechts außen im Eck, wo er hin gehört.

Lange Zeit Hauptverdächtiger war natürlich Jonas, denn der Tathergang entsprach genau seinem Torschema. Bei einem Krimi dieser Klasse kann aber kaum der Hauptverdächtige der Täter sein. Das wäre langweilig gewesen. Somit scheidet auch Jonas aus.

Bleibt nur noch einer übrig: Basti ist der Täter. Der Sausack fängt tatsächlich zum ersten Mal nach 54 Fehlversuchen einen langen Ball von Conner und ballert das Ding links oben unter die Latte. Zur Strafe bringt er Mittwoch eine Kiste mit zum Training.









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